Welche Vorteile bieten PIM-Systeme?

01.09.2026

Zu Beginn des Jahres 2020 stand der Handel bereits kurz vor einer umfassenden Digitalisierung. Diese Entwicklung wurde jedoch durch die zahlreichen physischen Einschränkungen und Beschränkungen jenes Jahres erheblich beschleunigt. Dieser Anstieg des Online-Traffics hat Product Information Management (PIM) zu einem entscheidenden Faktor gemacht, um mit der Nachfrage Schritt zu halten.

PIM-Systeme können als eine Art „Superhirn“ oder Verkehrsregler fungieren, das komplexe Aufgaben wie die Eingabe, Verarbeitung, Kategorisierung und Verteilung von Daten übernimmt. Mit dem Wachstum von Social Commerce und Social Shopping sind PIM-Systeme zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Branche geworden.

Was ist Social Commerce?

Im Vergleich zum klassischen E-Commerce bezeichnet Social Commerce den direkten Verkauf über soziale Medien. Mehr als 3,5 Milliarden Menschen nutzen soziale Medien, und Statista zufolge haben 48 % von ihnen bereits auf diesen Plattformen eingekauft. Weitere 5 % der Internetnutzer haben Interesse daran gezeigt, künftig Waren über soziale Medien zu kaufen. Da sowohl große als auch kleine Unternehmen in diesen Markt einsteigen, schätzt Later, dass der globale Social-Commerce-Markt bis 2027 einen Wert von 604,5 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Das ist ein gewaltiger Sprung gegenüber dem aktuellen Wert von 89,4 Milliarden US-Dollar. Angesichts dieser Prognose stellt sich die Frage: Wie kann PIM dazu beitragen, diese Branche weiter voranzubringen?

Welche Vorteile bieten PIM-Systeme?

Effizienter Datenfluss

Da die Online-Verkaufswelt jederzeit Millionen von Nutzern bedient, ist mit einem entsprechend hohen Datenaufkommen zu rechnen. Excel-Dateien, Caches und Ordner können sich schnell anhäufen und unübersichtlich werden. Um dies besser zu steuern, können PIM-Systeme als Sortiereinheit zwischen Lieferant und Kunde fungieren. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, Informationen manuell zusammenzustellen und zu verteilen. Ein PIM-System geht noch einen Schritt weiter, indem es auch als Fakten-Checker fungiert, da es neue Daten über verschiedene Medien hinweg abgleicht und aktualisiert. Das bedeutet: Alle Ihre Lieferanten-Produktblätter können aktualisiert werden, während gleichzeitig auch die Produktbeiträge in Ihren Social-Media-Konten entsprechend angepasst werden – alles aus einer zentralen Datenbank heraus. Durch die Optimierung dieses Prozesses lassen sich laut Perfion kürzere Produktdurchlaufzeiten erzielen.

Verbessertes Kundenerlebnis

Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass Social Selling ein zweischneidiges Schwert sein kann. Genauso schnell, wie Sie Kunden gewinnen können, können Sie sie auch wieder verlieren, wenn Ihr Kundenservice zu wünschen übrig lässt. Ein Artikel von Fast Company weist darauf hin, dass 49 % der Verbraucher einer Marke entfolgen, wenn der Kundenservice mangelhaft ist, während 45 % irrelevante Inhalte im Feed der Marke meiden. Mit einem PIM-System können Sie die 71 % der Verbraucher für sich gewinnen, die eine Marke nach einer positiven Social-Selling-Erfahrung eher weiterempfehlen. Da 54 % der Verbraucher angeben, soziale Medien zur Produktrecherche zu nutzen, sorgt ein PIM-System zudem dafür, dass Ihre Daten aktuell und vollständig sind. Indem Sie stets aktualisierte und notwendige Produkt- und Serviceinformationen bereitstellen, stärken Sie die Glaubwürdigkeit Ihrer Marke bei den Kunden, was wiederum zu weniger Retouren führt.

Effektive Omnichannel-Datenverteilung

Verschiedene Social-Media-Kanäle haben unterschiedliche Anforderungen an Inhalte. Mit einem PIM-System können Sie mit minimalem manuellem Aufwand genau die Inhalte, Daten und Media-Assets auswählen, die Sie auf einem bestimmten Social-Media-Kanal veröffentlichen möchten. So stellen Sie sicher, dass Ihre Online-Inhalte je nach Plattform und Zielgruppe optimal wirken, ohne dabei die Produktionszeit Ihres Teams unnötig zu beanspruchen. PIM-Tools helfen zudem, internationale Zielgruppen zu verwalten. Eine von Forbes veröffentlichte Studie mit über 10.000 Personen aus fünf Ländern zeigt, dass der tägliche Online-Konsum bei fast sieben Stunden pro Person liegt. Fast die Hälfte dieser Zeit wird in sozialen Medien verbracht – das entspricht Milliarden potenzieller Kunden. Da Sie nicht rund um die Uhr online sein können, hilft Ihnen ein PIM-System dabei, relevante Informationen unabhängig von der Zeitzone bereitzustellen. Je zugänglicher eine Marke ist, desto wahrscheinlicher wird aus einem Besucher ein Kunde.

Social Selling entwickelt sich mit Lichtgeschwindigkeit. Wer versucht, diesen Trend im Alleingang zu verfolgen, läuft Gefahr, davongespült zu werden. Mit einem PIM-System schaffen Sie sich ein maßgeschneidertes Datenschiff, das Ihnen hilft, zu navigieren, Probleme zu lösen und Ihren Weg erfolgreich fortzusetzen.

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