SaaS hat sich weiterentwickelt – und wir gestalten diesen Wandel mit

05.11.2025

Warum Unternehmen heute auf Cloud-Lösungen setzen

In unseren Gesprächen mit IT-Führungskräften und Geschäftsentscheidern wird eines immer deutlicher: SaaS ist längst kein Experiment mehr, sondern eine bewusste strategische Entscheidung. Unternehmen haben gelernt, dass Cloud-Lösungen heute nicht nur Effizienz und Agilität ermöglichen, sondern echte geschäftliche Transformation vorantreiben können.

Wir wollten genauer verstehen, warum Organisationen diesen Schritt gehen, und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben. Dabei zeigt sich: Das SaaS-Modell hat sich weiterentwickelt und mit ihm die Erwartungen an Technologieanbieter.

Als Anbieter von Lösungen entlang der gesamten Produktwertschöpfungskette erleben auch wir bei Boyum, wie sehr sich die Anforderungen verändert haben.
Wo früher Kontrolle, Individualität und Besitz im Vordergrund standen, zählen heute Schnelligkeit, Sicherheit und kontinuierliche Verbesserung. Und genau diesen Wandel gestalten wir aktiv mit, durch SaaS-Lösungen, die auf partnerschaftliche Zusammenarbeit und nachhaltigen Mehrwert ausgerichtet sind.

Noch vor wenigen Jahren war „SaaS“ für viele ein heikles Thema. Der Gedanke, geschäftskritische Anwendungen aus der Cloud zu betreiben, bedeutete Kontrollverlust, höhere Kosten und stärkere Abhängigkeit von Anbietern.

Als wir Brian Millsap, Senior Vice President und CIO bei Hampton und Perfion PIM-Kunde, fragten, warum sein Unternehmen den Schritt zu SaaS gewagt hat, brachte er diese Entwicklung auf den Punkt:

„Ich bin schon lange genug in der IT, um mich zu erinnern, als SaaS noch ein Schimpfwort war. Anfangs bedeutete es höhere Lizenzkosten, weniger Kontrolle und größere Abhängigkeit vom Anbieter. All das machte IT-Verantwortliche nervös. Aber mit der Zeit hat sich das Modell weiterentwickelt, und wir uns auch.“

Diese Aussage steht stellvertretend für eine ganze Generation von IT-Leitern, die erkannt haben, dass SaaS heute mehr ist als nur ein Bereitstellungsmodell. Es steht für Partnerschaft, Vertrauen und kontinuierliche Verbesserung.

Von Skepsis zu Reife – ein neues Verständnis von IT-Verantwortung

SaaS hat nicht nur verändert, wie Software bereitgestellt wird, sondern auch, wie Unternehmen über IT denken. Früher stand Kontrolle an erster Stelle: Wer Server intern betrieb, entschied selbst, wann Updates installiert, Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt und Daten gespeichert wurden.

Das machte Sinn in einer Zeit, in der Cloud-Technologie noch in den Kinderschuhen steckte und Vertrauen begrenzt war. Doch die Anforderungen haben sich verändert: Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Verfügbarkeit sind heute geschäftskritisch. Traditionelle On-Premises-Ansätze stoßen hier an ihre Grenzen.

SaaS ist zur Antwort auf ein neues Gleichgewicht geworden: zwischen Kontrolle und Entlastung, Verantwortung und Vertrauen.

Vier Gründe, warum Unternehmen heute auf SaaS setzen

Brians Feedback zeigt deutlich, worauf es wirklich ankommt – nicht auf Schlagworte, sondern auf strategische und messbare Vorteile.

1. Komfort: Weniger Aufwand, mehr Wirkung

„Es ist (meistens) einfacher zu implementieren und zu verwalten.“

SaaS entlastet IT-Teams erheblich im operativen Alltag. Neue Funktionen lassen sich in Stunden statt Wochen bereitstellen. Updates laufen automatisch, und die Systempflege ist zentralisiert.

Wichtig ist: Die IT wird nicht ersetzt, sondern befreit, um sich auf strategische Themen wie Prozessinnovation, Datenstrategie oder Benutzererfahrung zu konzentrieren.

Komfort bedeutet in diesem Sinne Effizienz durch Fokussierung.

2. Sicherheit: Geteilte Verantwortung, geringeres Risiko

„Mit weniger Patch-Aufwand können sich unsere Teams auf wertschöpfendere Aufgaben konzentrieren, während die Anbieter sichere, aktuelle Plattformen bereitstellen.“

Cloud-Sicherheit ist längst kein Widerspruch mehr. Im Gegenteil: Sie ist häufig besser als bei lokalen Installationen. Viele SaaS-Anbieter investieren massiv in Sicherheit, Überwachung und Compliance – oft weit über das hinaus, was einzelne Unternehmen leisten könnten.

So entsteht ein neues Modell geteilter Verantwortung:

  • Anbieter gewährleisten Plattform-Sicherheit und regelmäßige Updates.
  • Unternehmen konzentrieren sich auf Governance, Zugriffssteuerung und Risikomanagement.

Das Ergebnis: eine robustere, skalierbarere und reaktionsfähigere Sicherheitsarchitektur.

3. Kostenstruktur: Von Besitz zu Nutzung

„Wir haben uns an den Wechsel von CapEx zu OpEx angepasst und verfügen heute über bessere Tools, um Nutzung und Wert transparent zu überwachen.“

Der Wandel von Investitionsausgaben (CapEx) zu Betriebsausgaben (OpEx) hat verändert, wie IT-Investitionen betrachtet werden. Anstatt große Summen zu binden, zahlen Unternehmen nun für tatsächliche Nutzung – flexibel und nachvollziehbar.

Moderne Analysetools ermöglichen es, den Nutzen präzise zu messen: Wo SaaS-Lizenzen Wert schaffen – und wo Optimierungspotenzial besteht.

Der eigentliche Wandel ist konzeptionell: Wert statt Besitz wird zum Maßstab für wirtschaftliche Effizienz.

4. Kontinuierliche Verbesserung: Innovation als Standard

„Updates und Upgrades passieren automatisch. Wir müssen intern nicht mehr werben, damit Nutzer neue Versionen übernehmen.“

Einer der größten kulturellen Unterschiede zwischen On-Premises- und SaaS-Systemen liegt in der Art, wie Veränderung stattfindet.
Früher waren IT-Upgrades aufwändige Projekte, die Ressourcen banden und Überzeugungsarbeit erforderten. Heute sind Verbesserungen kontinuierlich, integriert, automatisiert – und selbstverständlich.

Diese Dynamik verändert nicht nur die IT, sondern die gesamte Unternehmenskultur: Innovation wird zum Normalzustand, nicht zur Ausnahme.

Wo SaaS noch Herausforderungen hat: Flexibilität und Fairness

Trotz seiner Reife bleibt ein kritischer Punkt bestehen. Brian bringt es offen auf den Punkt:

„Lizenzflexibilität ist immer noch ein Schwachpunkt. Einige Anbieter, wie Microsoft, binden uns an starre Verträge, in denen wir nur Nutzer hinzufügen, aber keine reduzieren können. Das ist nicht nachhaltig.“

Die größte Stärke von SaaS – seine Flexibilität – darf nicht durch starre Lizenzmodelle ausgehöhlt werden. Unternehmen erwarten heute nicht nur moderne Technologie, sondern auch faire, anpassbare Geschäftsbedingungen.

Die erfolgreichsten Anbieter verstehen SaaS als Partnerschaft auf Augenhöhe, mit:

  • transparenten Verträgen,
  • planbaren Preisen,
  • und einem echten Engagement für den Kundenerfolg.

Denn Vertrauen, nicht Technologie, ist das entscheidende Unterscheidungsmerkmal.

Vom Produkt zur Partnerschaft

„Die besten Partner sind diejenigen, die verstehen, dass Agilität und Transparenz genauso wichtig sind wie Funktionen.“

Das beschreibt die neue Realität treffend: SaaS ist kein Produkt, das man kauft. Es ist eine Beziehung, die man pflegt.
Der Unterschied zwischen Anbieter und Partner liegt nicht in der Technologie, sondern in der Haltung.

Führende Unternehmen wählen ihre SaaS-Partner heute danach aus, ob sie das Geschäft verstehen, flexibel handeln und bereit sind, Verantwortung zu teilen.

Technologie kann man kaufen – Vertrauen muss man sich verdienen.

Fazit: SaaS ist mehr als ein Betriebsmodell – es ist eine neue Art zu denken

SaaS ist erwachsen geworden. Heute steht es für Agilität, Sicherheit und Innovation, aber vor allem für eine neue Art der Zusammenarbeit zwischen Technologieanbietern und Unternehmen.

Der Wandel findet nicht nur in der Cloud statt, sondern im Denken: weg von Kontrolle, hin zu Vertrauen; weg von Einzelprojekten, hin zu kontinuierlicher Verbesserung.

Oder, wie Brian es ausdrückt:

„Wir wählen Partner, die es richtig machen.“

Diese Haltung prägt die Zukunft der IT und entscheidet darüber, welche Partnerschaften Bestand haben.

Wie wir bei Boyum den Wandel verstehen

Bei Boyum teilen wir genau diese Sichtweise.

Wir sind überzeugt, dass Kunden Flexibilität, Transparenz und echte Partnerschaft verdienen – keine Abhängigkeit. Deshalb entwickeln wir konsequent SaaS-Lösungen für die gesamte Produktwertschöpfungskette, die sich an den wandelnden Bedürfnissen von Anwendern und Unternehmen orientieren.

Mit der Entscheidung für SaaS erweitern wir nicht nur unser Portfolio. Wir stärken auch das Fundament, das Boyum seit jeher auszeichnet: eine tiefe, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Partnern und Kunden.

Denn nachhaltige Innovation entsteht nicht allein durch Technologie, sondern durch Zuhören, Anpassen und gemeinsames Wachsen.


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